Enttäuschender Start ins neue Jahr

Am vergangenen Sonntag machte sich die erste Herrenmannschaft des TV Mundelsheim auf zum Lokal-Derby nach Oberstenfeld. Das Hinspiel zu Beginn der Saison gewannen die Käsbergjäger zuhause noch. Mit großem Kampf hatte die Mannschaft damals den Kontrahenten aus Oberstenfeld in die Knie gezwungen. Von einem Sieg waren die Mundelsheimer nun im Rückspiel aber weit entfernt.
Beim ersten Spiel im Weltuntergangsjahr 2012 musste Dominic Schaudt lediglich auf zwei Spieler verzichten: Neben Simon Pitterle, der aufgrund seiner schweren Knieverletzung voraussichtlich in der laufenden Saison keine Partie mehr bestreiten wird, fehlte Jason Smith. Er fing sich vor geraumer Zeit den wohl schwerwiegendsten Infekt in der Geschichte der Menschheit ein, und ist deshalb seit gefühlten drei Monaten auf ein Antibiotikum angewiesen. Unerwartet beim Spiel mitwirken konnte Adrian König. Der Ex-Oberstenfelder Flügelknochen musste noch geschäftlich ein paar Autos an den Mann bringen, bevor er gestriegelt im schwarzen Anzug in die Halle hetzte, um dem Team zur Verfügung zu stehen.
Doch sein Mitwirken änderte auch nichts an der verkorksten Anfangsphase der Blau-Weißen. In der Defensive agierte der TVM ohne die nötige Konsequenz, was schnell zu einem Rückstand führte. Im Angriff versuchten Philipp Tschürtz und Johannes Wolf auf eigene Faust den Gegner zu besiegen, was mit blauen Flecken für den Torwart und zerbrochenen Holzleisten an der Hallenwand endete. Allerdings kann man den beiden keinen Vorwurf machen, da sich der Rest der Mannschaft in der Offensive gekonnt selbst aus dem Spielgeschehen nahm. Kurz gesagt: Ein rabenschwarzer Tag für die Akteure des TVM, an dem kein Spieler des Teams seine Normalform erreichte. Die Folge dieses beschämenden Auftritts in den ersten 30 Minuten war ein 17:12-Rückstand zur Pause. Kurz zuvor hatte jedoch Matthias „die Son Goku Frisur“ Otto die Mundelsheimer durch sicher verwandelte Strafwürfe herangebracht. In der Halbzeit versuchte Coach Schaudt seine Mannen wachzurütteln. Mit ungewohnt lauter Stimme setzte er seinen Jungs verbal die Pistole auf die Brust und forderte wieder mehr „Ar…“ in den Hosen seiner Spieler.
Zu Beginn der zweiten Hälfte schien die Ansprache Früchte zu tragen: Mundelsheim kämpfte sich heran und als der Rückstand „nur“ noch vier Tore betrug, hatte man die Chance das Spiel komplett zu drehen. Doch wieder einmal die miserable Wurfausbeute brach den Jungs vom Käsberg das Genick. Steffen „der Ball ist schuld“ Vetter hatte die Möglichkeit auf drei Tore zu verkürzen, doch er konzentrierte sich bei seinem Wurf wieder einmal mehr auf den Stunt und scheiterte kläglich am Torhüter der Oberstenfelder. Doch Vetter bekam kurz darauf eine zweite Chance. Wiederum mit Toren im Hintertreffen, bekam der Ausnahmeschauspieler bei einem Tempogegenstoß den Ball. Gleiche Position, gleicher Stunt und leider auch der gleiche Wurf. Es schien als ob Mr. Hollywood dem Torhüter des Gegners noch etwas schuldig wäre und ihm deshalb das Spiel seines Lebens bescherte. Dennoch waren Vetters Fehlwürfe nur ein minimaler Teil des riesigen Mistes, den der TVM aufs Parkett legte. Ein Beispiel unter vielen ist der Wurf des „bissigen Wolfes“ Johannes, den der SKV-Torhüter nicht nur mit Leichtigkeit entschärfte, sondern den Ball zu allem Überfluss auch noch fing. Ein Grund zum Schämen? Allemal, denn diese Schmach verpflichtet Wolf nun zu einem „Baby-Schleuder“-Kasten, den er bei der nächste Trainingseinheit mitzubringen hat.
Oberstenfeld spielte seinen Stiefel herunter und baute die Führung kontinuierlich aus. Die zwischenzeitliche Verletzung von Andreas „die Haarpracht“ Bender, der bei einer Körpertäuschung umknickte, erregte bei seinem Team kaum Aufsehen. Grund: Ihm wird des Öfteren ein mädchenhaftes Verhalten im Umgang mit Blessuren vorgeworfen, was bei ihm selbst allerdings auf großes Unverständnis stößt.
Verletzung hin oder her: Mundelsheim lieferte ein mehr als schlechtes Spiel ab und verlor letztendlich völlig zu Recht mit 34:25.

Es spielten: Leonetti, Dalferth, Kraft, König, Bender (2), Wolf (6), Tschürtz (6), Wägerle, Cokesa (1), Eitel (4/2), Vetter (1), Otto (5/4), Drosdek.

Auch in diesem Jahr wird die 1. Herrenmannschaft mit einer Torprämie von 1,11 Euro pro erzielten Tor von der Volksbank Freiberg und Umgebung gesponsert.
Unser Kontostand beträgt nach 388 erzielten Toren 430,68 Euro.     
Die Handballer bedanken sich recht herzlich bei der Volksbank Freiberg und Umgebung für die Torprämie.